Interfacedesign: 03

19 Februar 2013 - blogging, Design

Das Semes­ter ist vor­bei und ich schließe die letz­ten Arbei­ten an den Doku­men­ta­tio­nen mei­ner Kurse ab. Zeit für einen Blick zurück.

Pro­gramme ent­wer­fen – Processing

Das ich jemals in der Lage wäre, Java von Grund auf, dank des Frame­works Pro­ces­sing, zu schrei­ben hätte ich mir vor ein paar Mona­ten nicht den­ken kön­nen. Dank Mar­tin Guders unend­li­cher Geduld und eini­ger Hilfe von Kom­mi­li­to­nen habe ich meine Erste Gene­ra­tive Visua­li­sie­rung umset­zen kön­nen.  Die­ses hat ange­spornt mich noch mehr mit Pro­ces­sing beschäf­ti­gen zu wol­len. Um in der Lage sein zu kön­nen meine Ideen selb­stän­dig umset­zen zu können.

WHITE POWDER

Der erste Werk­statt­kurs den ich bis­her belegt habe. Ein gan­zes Semes­ter lernte ich bei Frau Alex­an­dra Mar­tini das Mate­rial Gips ken­nen. Jörg Misch stand als Werk­statt­lei­ter mit sei­ner Erfah­rung zur Seite. Trotz­dem gab es Fehl­schläge und Neu­an­fänge. Durch den freien Ansatz des Kur­ses ent­stand eine Instal­la­tion aus Gips, die der Desi­gne­rin Patri­cia Urquiola und ihrer auf den Pro­zess kon­zen­trier­ten Arbeits­weise nach­emp­fun­den war. Sen­so­ren haben die Instal­la­tion mit einer Sound­ebene kom­plet­tiert. Wobei die Erfah­run­gen aus dem Phy­si­cal Inter­ac­tion Kurs, Anwen­dung fanden.

„sacu­dir la cabeza” (Kopf­schüt­teln) — Mit den Sin­nen erleben

Motion Design

„After Effects“ als Tool zur Prä­sen­ta­tion der eige­nen Ideen und Arbei­ten. Von Grund­le­gen­den Infor­ma­tio­nen zum Film bis hin zu tech­ni­schen Knif­fen mit dem Pro­gramm, hat der Kurs mich in die glück­li­che Lage ver­setzt meine Ideen in Form von Pro­to­ty­pen– und Kon­zept Videos dar­zu­stel­len zu kön­nen.  Ellen Stein, als ehe­ma­lige Stu­den­tin, ist im Kurs sehr auf die Bedürf­nisse der Teil­neh­mer ein­ge­gan­gen. Pro­bleme und Fra­gen wur­den vor Ort bespro­chen. Und die Erfah­rung ihrer Arbeit hat nicht nur mir allein, die eine oder andere Stunde Arbeit erspart.  Die Abschluss­ar­beit befin­det sich noch in der Ent­ste­hung. Wird aller­dings auch bald ihre Voll­en­dung finden.

 

Musi­cal Inter­faces — Phy­si­cal Computing

Die­ser Kurs brachte mir das Thema Phy­si­cal Com­pu­ting sowie das Frame­work Adruino näher und lehrte mich Midi Signale aus­zu­le­sen und aus­ge­ben zu las­sen. Viel Löt­zinn musste dabei wei­chen. Der Dozent Ste­fan Her­mann hat es geschafft den Kurs von Anfän­ger bis zum Fort­ge­schrit­te­nen unter einem Hut zu brin­gen. Nicht immer ein­fach, wenn Einige (wie auch ich) viele Fra­gen hatten.

Die Abschluss­prä­sen­ta­tion zeigte alle Ideen in einer „fer­ti­gen“ Ver­sion. Von der Liveper­fo­mance mit dem Inter­face am Kör­per (bzw. im Kleid), über umarm­bare Inter­faces bis hin zu Was­ser­in­stru­men­ten. Viele Ideen waren auch über­ra­schend gut hand­werk­lich umge­setzt, so dass auch die Bedie­nung Spaß gemacht hat.

Ich kann jedem Desi­gner der sich mit dem Bereich Inter­face beschäf­tigt, einen Kurs die­ser Art nur anra­ten um ein ers­tes Gespür zu erhal­ten, wie sich Inter­faces fernab von „Touch“ Ober­flä­chen im phy­si­ka­li­schen Raum gestal­ten lassen.

penco — a musi­cal tool

 

Aus­blick

Dinge im Pro­zess aus­zu­pro­bie­ren und sich selbst auch Feh­ler und das Schei­tern zu erlau­ben, haben mich in die­sem Semes­ter sehr gefor­dert. Ob es sich dabei um Schalt­kreise, Abfra­gen oder Gips­for­men han­delte. Doch hat mich das Semes­ter wie kein ande­res vor­her darin bestä­tigt, dass der Bereich Inter­face­de­sign genau das Ist, womit ich mich in Zukunft beschäf­ti­gen möchte.

Im Augen­blick liegt mein Fokus im Bereich der gene­ra­ti­ven Gestal­tung. Werke von Moritz Ste­fa­ner, haben mich vor dem Stu­dium an das Thema her­an­ge­führt. Daten und ihre Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten fas­zi­nie­ren mich sehr, wobei ich den Bereich Phy­si­cal Com­pu­ting als Ergän­zung, z.B. anhand von neuen Wegen der Ein­gabe und Bedie­nung, nicht aus­schlie­ßen möchte.

Erste Designtage Brandenburg – ein guter Anfang

01 Dezember 2012 - blog, blogging, Design

Am 23 und 24 Novem­ber habe ich an den ers­ten Bran­den­bur­ger Design­tage in Pots­dam teil­ge­nom­men. Die Ver­an­stal­tung in Zei­ten der „Wahr­neh­mung“ von Design als Motor der Ver­än­de­rung, Bewe­gung und auch als Finanz­quelle war recht viel­sei­tig aus­ge­legt und auf das Fach­pu­bli­kum „Desi­gner“ aus­ge­legt. Es gab gute und schlechte Vor­träge in der Kon­fe­renz zum Thema „Design­pro­zesse“, ein sehr guter Vor­trag zum Thema Hap­tik, einen ein­füh­ren­den Vor­tag zum Thema Inter­face­de­sign mit dem Nach­trag der Kom­mu­ni­ka­tion im Kulturbereich.

Frei­tag, Kon­fe­renz — Designprozesse

Trotz­dem mich das Panel 1 „Koope­ra­tive Fer­ti­gung“ nicht inter­es­sierte ver­irrte ich mich in den Raum. Um bei Nach­frage von dem kom­pe­ten­ten Mode­ra­tor zu erfah­ren, dass er nicht wisse, wel­ches Panel dies sei und mir nur einen Namen einer der Vor­tra­gen­den des Panels nen­nen konnte. Lei­der führte sich diese erlebte Kom­pe­tenz im Saal zu Panel 2 fort. Die Mode­ra­to­rin ver­gaß den ers­ten der Red­ner, Uli Max (Abtei­lungs­lei­ter der Stra­te­gie des Volks­wa­gen Design Cen­ters Pots­dam) ein­lei­tend vorzustellen.

Volks­wa­gen – „Design ist Chefsache.“

Herr Mix sprach sou­ve­rän über die Design­pro­zesse, Abläufe und Struk­tu­ren bei Volks­wa­gen bzw. im Detail im Volks­wa­gen Desi­gner Cen­ter Pots­dam. Ange­fan­gen bei der Team­zu­sam­men­set­zung von Per­sön­lich­kei­ten mit Ecken und Kan­ten, die viel von sich selbst in neue Ent­würfe geben. Bis hin zu Design als „fes­ten Platz im Unter­neh­men“. Er gab Ein­blick in die Abläufe von inne­ren Wett­be­wer­ben unter Desi­gnern von der ers­ten Skizze bis zum Pro­to­ty­pen eines neuen Autos die dem Vor­stand vor­ge­stellt wer­den und erläu­terte einige Desi­gn­kri­te­rien die das Design Cen­ter ent­wi­ckelte um bestimmte Auto­klas­sen zu defi­nie­ren. Einige „Design Cri­te­ria“ stellte Herr Max in Form von Details an Front– und Heck­sei­ten des Golf und ande­ren Luxus­klas­sen vor. Der Vor­trag ver­mit­telte hier wie­der ein­mal, wie tief das Thema Design bei Volks­wa­gen im Unter­neh­men ver­an­kert ist und wie inten­siv man sich auch in den Manage­ment­ebe­nen damit beschäftigt.

Tele­kom – „mind your idea“

Mit viel Elan und einer unüber­sicht­li­chen Anzahl von Angli­zis­men beschrieb Julia Lei­hener Ihre Arbeits­pro­zesse beim den „Tele­kom Inno­va­tion Labort­ories“. Mit der Beschrei­bung des „Trä­gen Rie­sen“ Eröff­nete Frau Lei­hener ihren Vor­trag über die unge­wöhn­li­che Zusam­men­set­zung ihres Teams bei einer neuen Idee. Viele Berei­che (Mar­ke­ting, Manage­ment) sein darin ver­tre­ten und es wer­den „neue“ Design Thin­king Metho­den ange­wen­det. Wobei der Kon­su­ment aktiv in den Mit­tel­punkt des Krea­tiv­pro­zes­ses gestellt und die­sen auch aktiv beein­flusse. Nicht viel Neues aus mei­ner Sicht, wobei 2 Fak­to­ren wirk­lich klar und inter­es­sant her­aus­ge­stellt wurden.

  1. Desi­gner sind und blei­ben „Wel­t­en­sprin­ger“. Man muss viele Spra­chen spre­chen und sich in ver­schie­denste Sze­na­rien hin­ein ver­set­zen können.
  2. Wirk­li­che Anstöße und Feed­back zu Kon­zep­ten lie­fern die soge­nann­ten „Extrem Benut­zer“. Sie zei­gen sehr schnell Gren­zen von Kon­zep­ten auf und lie­fern Daten (Ver­bes­se­run­gen, Funk­ti­ons­an­wen­dun­gen), die auch für die Masse an „durch­schnitt­li­chen“ Benut­zern zuträg­lich sind.

„From HORT to Heart“– Design Rock’n’Roll

Als letz­ter Red­ner folgte Eike König. Nach sei­nem Pro­fil auf der Ver­an­stal­tungs­seite und der Web­seite sei­ner Agen­tur „HORT“ war ich sehr gespannt auf sei­nen Vor­trag. Was den Zuschauer erwar­tete, war eine sehr offene und ehr­li­che Her­an­ge­hens­weise an das Thema Design. Viel Per­sön­li­ches, Ansich­ten, Phi­lo­so­phien und die Bot­schaft „[…] Eine Mei­nung, die man als Gestal­ter ver­tritt. […]“ zu ent­wi­ckeln. Dies gibt er auch als Pro­fes­sor an seine Stu­den­ten wei­ter „Ent­wickle deine eigene Wahr­heit.“ Klone sei­nes Selbst, sagte er, brau­che er nicht.
Herr König sprach viel über seine Ent­wick­lung, seine Ein­flüsse zu der jet­zi­gen Per­sön­lich­keit und seine Hal­tung zu Gestal­tungs­pro­zes­sen. So geben junge Desi­gner Ideen oft als „schon gese­hen“ auf und las­sen ihnen wenig Zeit sich zu ent­wi­ckeln. Gerade diese Zeit ver­wandle eine Idee zu etwas gänz­lich Neuem.
Die Zusam­men­ar­beit mit Mit­ar­bei­tern beschreibt Herr König als Frei(heit) und den Mut zum Aus­pro­bie­ren und „Ver­sa­gen“. Er greife nur ein, um even­tu­ell die Rich­tung zu kor­ri­gie­ren.
Bezie­hun­gen mit Kun­den beschreibt er als Ehr­lich­keit mit gro­ßem Ver­trauen und vor allem Zeit. Er inves­tiere viel Zeit in die Arbeit, um „Etwas lie­fern zu kön­nen, was auch Pro­fes­sio­nell ist“. Sein Satz in den Schluss­zü­gen des Vor­ta­ges emp­fand ich als sehr inspi­rie­rend: „Als Gestal­ter der Mutige sein. Etwas Muti­ges aus­pro­bie­ren. Die Angst zu neh­men.“ Dem Kun­den die Angst vor den fal­schen Ent­schei­dun­gen oder auch sich selbst die Angst des Gestal­ters den Kun­den zu verlieren.

 „Die Rolle der Hap­tik im Design“

Der geson­derte Vor­trag von Dr. Mar­tin Grun­wald zum Thema Hap­tik bil­dete einen inter­es­san­ten Abschluss am Abend. Dr. Gru­ne­wald sprach viel über Hap­tik als ver­nach­läs­sigte Wis­sen­schaft und Sin­nes­wahr­neh­mung. Wie wich­tig diese in der Ent­wick­lung eines her­an­wach­sen­den Men­schen sei und bereits jetzt Defi­zite in der Aus­prä­gung zu ver­zeich­nen sein. Dabei brach er das Thema in sei­ner Kon­sis­tenz sehr gut für das Fach­pu­bli­kum her­un­ter. Ange­fan­gen von den ers­ten Arbei­ten & For­schun­gen zum Thema bis hin zur Zuwen­dung der (Medizinischen-)Wissenschaft. Ich habe in dem Vor­tag viel Wis­sens­wer­tes und einige Lite­ra­tu­r­emp­feh­lun­gen mit­neh­men kön­nen. Als Kern­aus­sage des Vor­ta­ges ermit­telte ich per­sön­lich das hohe Poten­zial, wel­ches in der Hap­tik in Bezug auf Design noch steckt sowie wel­che Her­aus­for­de­rung es ist diese, gerade als Inter­face­de­si­gner, in sei­ner Arbeit einzubeziehen.

Sams­tag, Interfacedesign

Als per­sön­li­chen Abschluss besuchte ich den Vor­tag „Inter­face­de­sign: Eine Dis­zi­plin zwi­schen Nut­zer & Gerät“ eines mei­ner Pro­fes­so­ren Pro­fes­sor Boris Mül­ler. Er gab eine Ein­füh­rung zur Defi­ni­tion von Inter­face­de­sign, des­sen meist „ver­steck­tes“ Han­deln im All­tag und stellte dar­über hin­aus einige Arbei­ten der FH Pots­dam vor. Dar­un­ter die Pro­jekte „Power­dome“, „Liquid Data“ und „Eco­ch­allange“. Mar­cus Paeschke (aus­ge­bil­de­ter Inter­face­de­si­gner und Dozent an der FH Pots­dam) ergänzte mit einem Anschluss­vor­trag zum Thema Design im Kul­tur­be­reich. Er stellte die Platt­form Incom vor sowie des­sen Kon­zept zur Kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen Stu­den­ten, Dozen­ten und der Archi­vie­rung von Pro­jek­ten vor.

Fazit: Guter Anfang, wir sind gespannt.

Trotz eini­ger weni­ger Ecken und Kan­ten am Anfang wie die (An-)Moderation und der etwas enge Zeit­plan bei der Kon­fe­renz, war der Auf­takt der Design­tage durch­aus gelun­gen. Für meine Begriffe hät­ten die digi­ta­len Tech­no­lo­gien noch etwas stärke ver­tre­ten sein kön­nen. Lokale Desi­gner und Pro­jekte waren jedoch gut ver­tre­ten. Ich bin gespannt, ob sich die Ver­an­stal­tung in dem Rah­men wiederholt.

„Haltungsfragen” in der Typografie mit Friedrich Forssman

08 November 2012 - blogging, Design

Am Mitt­woch den 07.11.2012 durfte ich einem (hal­ben) Vor­trag, nein eher Besu­ches des Typo­gra­fen und Buch­au­tors Fried­rich Fors­s­man bei­woh­nen. Warum „Besuch”? Herr Fors­s­man über­raschte mit kei­ner Prä­sen­ta­tion oder Vor­trag, eher einem impro­vi­sier­ten mode­rier­tem Inter­view vor Publi­kum. Er berich­tete über sei­nen Wer­de­gang, seine Arbeit, sei­nen Leh­rer und beant­wor­tete Fra­gen aus den zahl­reich erschie­nen Studenten.

„Der Gott der Typografie”

Im Rah­men des Typo-Deluxe-Kurses „Hal­tungs­fra­gen” besuchte Fried­rich Fors­s­man (im nach­fol­gen­dem Text: FF) den Desi­gn­be­reich der FH Pots­dam. Was für eine Ehre. DER FF. Mit doch mehr als übli­cher Ankün­di­gung (die meist nur aus einem Ein­trag auf der Platt­form Incom und Max. 3 Pla­ka­ten besteht.) wurde für die Ver­an­stal­tung gewor­ben. In einem der weni­gen Hör­säle des Hauptgebäudes.

Der Anfang, ein Mann mit Brille und Cord­an­zug. Eine Ein­lei­tung, die ver­mu­ten ließ, dass er nicht so viele Stu­den­ten erwar­tet hat. (Es pil­ger­ten auch 30 min nach Beginn noch Kom­mi­li­to­nen ein, etwas was ich per­sön­lich nicht aus­ste­hen kann.) Kein Vor­trag, keine Sli­des, eine Mode­ra­to­rin mit Fra­gen und der Wunsch von FF eine offene Dis­kus­sion sei­ner Arbeit zu füh­ren. Selbst­kri­tisch, beschei­den und eine offene Art zeich­ne­ten den Ers­ten Ein­druck von FF aus.

„Der Spie­ßer unter den Typografen”

FF gefiel den Titel, dem ihm eine der Stu­den­tin­nen indi­rekt gab. Er expe­ri­men­tiert wenig, spielt mehr mit Nuan­cen, liebt die „Begren­zung” des medium Buches. „Auch in den Zei­ten, wo wir nur 5 Schrift­ar­ten zur Ver­fü­gung hat­ten, konn­ten wir typo­gra­fisch Arbei­ten.” Mit dem Hin­weis auf Zustim­mung von Lucas Degrot im Publi­kum. „Was Hin­ting ist, habe ich nie ganz ver­stan­den.” lau­tete eine sei­ner Aus­sa­gen in Bezug auf die digi­tale Umset­zung von Schrif­ten. FF beschrieb die Freude, die er bei einer Gestal­tung eines lee­ren Covers emp­fin­det. Wel­che ihn oft zum Nach­den­ken bringen.

Chance der Gestal­tung — Qua­li­tät statt Quantität

Auch die Zukunfts­angst, die ihn als 23 jäh­ri­gen Vater im Stu­dium heim­such­ten, beschrieb FF aus­führ­lich. Wo geht es hin, wer­den die Auf­träge kom­men? „Glück­li­cher Zufall” so beschreibt er sei­nen Ein­stieg in das Berufs­le­ben als Typo­graf nach dem Stu­dium. Diese Zukunfts­angst habe sie heute noch, 2 Jahre nach dem Stu­dium. Ein Gra­fik Desi­gner müsste so viel heut­zu­tage kön­nen. Warf eine Zuschaue­rin ein. FF warf ein, dass selbst eta­blierte Desi­gner, diese Angst noch ver­spü­ren. Auch er. Wird seine Mei­nung, seine Arbeit in ein paar Jah­ren noch von Bedeu­tung sein?

FF beschrieb die Chance, die die Gestal­tung in Buch­form oder auch gene­rell habe, in der Qua­li­tät. Der Kunde wisse meist gar nicht, was Qua­li­tät wirk­lich ist. Gute Mate­ria­lien, Zeit zum setz­ten, gute Texte. So beschreibt er seine Sicht der Qua­li­tät. Mut diese Qua­li­tät auch in ande­ren Berei­chen aus­zu­pro­bie­ren. Er selbe habe ange­fan­gen sich im Aus­stel­lungs­de­sign zu pro­bie­ren und die­ses als zusätz­li­ches Arbeits­feld für sich entdeckt.

Der eBook Albtraum

Warum er den digi­ta­len Bereich nicht eben­falls für sich erschlos­sen habe, wo dort doch so viel Poten­zial liegt. Meinte ich als Zusatz zu einer Frage eines Kom­mi­li­to­nen. „Seien Sie doch froh, so bleibt mehr für sie” ant­wor­tete mir FF als Auf­takt. Er sehe das eBook mit dem „Mas­ter­da­tei” Kon­zept als „Ver­rat an der Buchi­dee”. Bücher sein für ihn zur Ver­viel­fäl­ti­gung und Ret­tung von Tex­ten bestimmt. Keine Regie­rung, Dik­ta­to­ren oder Daten­kra­ken wie Ama­zon, Google & Co. dürf­ten hier Ein­fluss neh­men. Man kann Texte für eine bestimmte Zeit, die von dem Unter­neh­men allein bestimmt wird, anse­hen. Aber nicht besit­zen, nicht ver­lei­hen. Auch „Updates” der Texte sieht FF kri­tisch gegen­über. Wenn Feh­ler in der Set­zung vor­han­den sind, dann mache dies auch den Charme einer Aus­gabe aus. Die Tat­sa­che, dass ein Text sich von heute auf mor­gen ändern könnte, behage ihm nicht. Mit der zu gro­ßen Ver­füg­bar­keit an Tex­ten und die damit ein­her­ge­hende Belie­big­keit und Frag­men­tie­rung von Tex­ten schließt er die weit­rei­chende Ant­wort auf meine Frage.

Mein Fazit

Lei­der musste ich bezüg­lich eines pri­va­ten Ter­mins ver­las­sen. Und hatte nicht ein­mal die Gele­gen­heit mein Exem­plar von „Detail­ty­po­gra­fie” signie­ren zu las­sen. Doch hat FF Besuchs mir einen Denk­an­stoß in Sachen „Digi­ta­ler Ver­füg­bar­keit” gege­ben und meine Liebe zu „ana­lo­gen” Büchern bestärkt.

Da das Thema „Ver­füg­bar­keit und Belie­big­keit” mir nicht zum ers­ten Mal in Form von Desi­gn­kri­ti­ken über dem Weg läuft, werde ich mir hier meine Gedan­ken machen. Und frage mich z. B. warum ich bei Diens­ten, wie mei­nem nun sehr geschätz­tem Quote.fm keine „ech­ten” Bücher emp­feh­len kann.

Keyboardhackparty — der Einstieg zu Physical Computing

30 Oktober 2012 - blogging

Ein inter­es­san­ter Abend der „Key­board­hack­party” des Kur­ses „Phy­si­cal Com­pu­ting / Musi­cal Interfaces„der FH Pots­dam, an dem ich die­ses Semes­ter teil­nehme, liegt nun hin­ter mir. Es wur­den viel Ideen vor­ge­stellt, wie man die Elek­tro­nik einer ein­fa­che USB Tas­ta­tur neu anwen­den kann. Von Leierkasten-Versionen der Tetris Musik über „Was­ser” betrie­bene Musik­in­ter­faces, inter­agie­rende Büsche oder die „Notiz­buch” Bedie­nung zum durch­blät­tern von Präsentationen.

 

Ziele der Aufgabe

Um den Teil­neh­mern des Kur­ses den „Schre­cken” der Hard­ware zu neh­men, stellt der „key­board­hack” einen guten Ein­stieg da. Das erste mal einen Löt­kol­ben in der. Sich mit Sen­so­ren aus­ein­an­der­set­zen und eine Idee zum leben erwe­cken. Auch wenn diese nicht 100ig funk­tio­niert,  so geht es hier um das Ausprobieren.

Ergeb­nisse

Viele Inter­es­sante Pro­jekte sind bei der Party vor­ge­stellt wor­den. Unter­schied­li­che Ansätze, Ideen und Umset­zun­gen spie­gel­ten die weit gefä­cher­ten Cha­rak­tere des Kur­ses wie­der. Hard­ware Anfän­ger und For­ge­schritte brach­ten gute Ideen ein und hauch­ten uner­war­te­ten Gegen­stän­den Leben ein.  Der „schnur­rende Busch”, dass was­ser­ba­sierte Musik­in­stru­ment, Nerd Twis­ter, der Holz­pup­pen­con­trol­ler für Spiele waren einige der Ideen, die vor­ge­führt wurden.

Aus­blick

Der Kurs ver­spricht wei­ter­hin span­nend zu blei­ben. Neue Ideen für ein „Musi­cal Inter­face” wer­den bereits ent­wi­ckelt, neue Soft­ware zur Umset­zung vor­ge­stellt und flei­ßig geschraubt und gelötet.

 

Traffic Lights — „Let you play along”

30 Oktober 2012 - blogging, Design

Ein inter­es­san­tes Gami­fi­ca­tion Design-Konzept um War­te­zei­ten bei der Über­que­rung von Fuß­gän­ger­über­gän­gen inter­es­san­ter zu gestalten.