Interfacedesign: 03
Das Semester ist vorbei und ich schließe die letzten Arbeiten an den Dokumentationen meiner Kurse ab. Zeit für einen Blick zurück.
Programme entwerfen – Processing
Das ich jemals in der Lage wäre, Java von Grund auf, dank des Frameworks Processing, zu schreiben hätte ich mir vor ein paar Monaten nicht denken können. Dank Martin Guders unendlicher Geduld und einiger Hilfe von Kommilitonen habe ich meine Erste Generative Visualisierung umsetzen können. Dieses hat angespornt mich noch mehr mit Processing beschäftigen zu wollen. Um in der Lage sein zu können meine Ideen selbständig umsetzen zu können.
WHITE POWDER
Der erste Werkstattkurs den ich bisher belegt habe. Ein ganzes Semester lernte ich bei Frau Alexandra Martini das Material Gips kennen. Jörg Misch stand als Werkstattleiter mit seiner Erfahrung zur Seite. Trotzdem gab es Fehlschläge und Neuanfänge. Durch den freien Ansatz des Kurses entstand eine Installation aus Gips, die der Designerin Patricia Urquiola und ihrer auf den Prozess konzentrierten Arbeitsweise nachempfunden war. Sensoren haben die Installation mit einer Soundebene komplettiert. Wobei die Erfahrungen aus dem Physical Interaction Kurs, Anwendung fanden.
„sacudir la cabeza” (Kopfschütteln) — Mit den Sinnen erleben
Motion Design
„After Effects“ als Tool zur Präsentation der eigenen Ideen und Arbeiten. Von Grundlegenden Informationen zum Film bis hin zu technischen Kniffen mit dem Programm, hat der Kurs mich in die glückliche Lage versetzt meine Ideen in Form von Prototypen– und Konzept Videos darzustellen zu können. Ellen Stein, als ehemalige Studentin, ist im Kurs sehr auf die Bedürfnisse der Teilnehmer eingegangen. Probleme und Fragen wurden vor Ort besprochen. Und die Erfahrung ihrer Arbeit hat nicht nur mir allein, die eine oder andere Stunde Arbeit erspart. Die Abschlussarbeit befindet sich noch in der Entstehung. Wird allerdings auch bald ihre Vollendung finden.
Musical Interfaces — Physical Computing
Dieser Kurs brachte mir das Thema Physical Computing sowie das Framework Adruino näher und lehrte mich Midi Signale auszulesen und ausgeben zu lassen. Viel Lötzinn musste dabei weichen. Der Dozent Stefan Hermann hat es geschafft den Kurs von Anfänger bis zum Fortgeschrittenen unter einem Hut zu bringen. Nicht immer einfach, wenn Einige (wie auch ich) viele Fragen hatten.
Die Abschlusspräsentation zeigte alle Ideen in einer „fertigen“ Version. Von der Liveperfomance mit dem Interface am Körper (bzw. im Kleid), über umarmbare Interfaces bis hin zu Wasserinstrumenten. Viele Ideen waren auch überraschend gut handwerklich umgesetzt, so dass auch die Bedienung Spaß gemacht hat.
Ich kann jedem Designer der sich mit dem Bereich Interface beschäftigt, einen Kurs dieser Art nur anraten um ein erstes Gespür zu erhalten, wie sich Interfaces fernab von „Touch“ Oberflächen im physikalischen Raum gestalten lassen.
penco — a musical tool
Ausblick
Dinge im Prozess auszuprobieren und sich selbst auch Fehler und das Scheitern zu erlauben, haben mich in diesem Semester sehr gefordert. Ob es sich dabei um Schaltkreise, Abfragen oder Gipsformen handelte. Doch hat mich das Semester wie kein anderes vorher darin bestätigt, dass der Bereich Interfacedesign genau das Ist, womit ich mich in Zukunft beschäftigen möchte.
Im Augenblick liegt mein Fokus im Bereich der generativen Gestaltung. Werke von Moritz Stefaner, haben mich vor dem Studium an das Thema herangeführt. Daten und ihre Gestaltungsmöglichkeiten faszinieren mich sehr, wobei ich den Bereich Physical Computing als Ergänzung, z.B. anhand von neuen Wegen der Eingabe und Bedienung, nicht ausschließen möchte.
